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freizeit

Freizeit: Trotz aller anstrengen Arbeiten blieb der eingeborenen indianischen Frau Zeit zur Erholung, zum Spiel und zu Vergnügen. Beim Verrichten ihrer alltäglichen Pflichten hatte die Indianerfrau kaum Gelegenheit sich nach außen zu bestätigen, außer vielleicht durch ihre gut erzogenen Kinder, die ihr Ansehen erhöhten. Deshalb entwickelten die meisten indianischen Frauen eine Kunstfertigkeit bei der Herstellung oder Verzierung von Gegenständen des täglichen Bedarfs. Auch indianische Frauen hatten ein ästhetisches Empfinden und umgaben sich gern mit schönen Dingen, obwohl diese selten um der Kunst willen gemacht wurden, sondern auch einen praktischen Verwendungszweck hatten. Die Talente einer Frau in handwerklicher Kunst wurden hoch geachtet von den Kennern dieser jeweiligen Handwerkskunst. So gab es die schon erwähnte Korbflechterei, die Töpferei, die Weberei und Stachelschwein-Borsten-Verzierung und Perlstickereien. Das Korbflechten ist eines der ältesten Handwerke und war für viele Indianerfrauen das vorherrschende Mittel künstlerischen Ausdrucks. Einige der besten Korbflechter lebten in Kalifornien wie die Pomo, Atsugewi, aber auch Hopi, Karok, Paiute, Navajos und vor allem Pima und Papago flochten und flechten noch heute Körbe. Die Herstellung und Verzierung von Töpferwaren ist ebenfalls Frauenhandwerk gewesen, allerdings nicht so alt wie die Korbflechterei. Am höchsten war diese Kunst im Mississippital, im Südosten und bei den Pueblos entwickelt. Umherwandernde Stämme hatten für zerbrechliches Gut keine Verwendung. Getöpfert wurde nur mit der Hand, Töpferscheiben gab es nicht. Die Hopi-Frauen beispielsweise sahen die gemeinsame Zeit des Töpferns als wesentlichen Bestandteil ihres gesellschaftlichen Lebens. Eine weiteres Kunsthandwerk war das Weben schöner Decken, das schon weit entwickelt war, bevor der weiße Mann den amerikanischen Kontinent betrat. Das Weben war sehr vielen Stämmen bekannt, aber die Chilkat und Tsimshian der Nordwestküste und die Navajos im Südwesten entwickelten daraus eine wirkliche Kunstform. Im Norden verwendete man für die Decken anfangs gesponnenen Zedernbast, der später mit Bergziegenwolle versetzt wurde, im Südwesten benutzte man Schafwolle. Die Stämme der Plains und Prärien und die Stämme des Ostens verwirklichten sich künstlerisch vor allem durch ihre Stachelschweinborsten- und Perlarbeiten. Gerade die Kunst des Verzierens mit Stachelschweinborsten erforderte enormes Fingerspitzengefühl und Geduld. Es gab in manchen Stämmen der Plains sogenannte Quillerbünde (Stachelschweinarbeiten=Quillworks), denen Frauen angehörten, die besonders gut auf diesem Gebiet waren und entsprechend hoch geschätzt wurden. Die Perlenstickerei gab es fast überall, aber die Stämme des Waldlandes mit ihren floralen Mustern und die Stämme der Plains fertigten die besten Perlstickereien an. Die besten Perlstickereien der Welt stammten und stammen auch heute noch von den Ureinwohnern Nordamerikas. Doch neben Kunsthandwerk hatte die Indianerfrau auch andere Vergnügungen, beispielsweise bei Sport und Spiel. Sport und damit durchtrainierte Körper bedeutete den Frauen ebensoviel wie den Männern, gute Kondition war sogar lebenswichtig, Müßiggang verpönt. Schwimmen gehörte zu den häufigsten "Sportarten", überall dort wo es Wasser gab. Außerdem ritten sie gern und um die Wette, veranstalteten Wettläufe oder trugen sogar, wie bei den Kutchin-Indianern am Yukon, Ringkämpfe aus.
Spiele ließen sich in zwei Arten einteilen: Glücks- und Geschicklichkeitsspiele. Es gab Federballspiele, Fußballspiele (allerdings ging es hierbei darum, den Ball möglichst oft hintereinander auf dem Rist aufzufangen); sehr verbreitet war ein Spiel, das mit unserem Hockey vergleichbar ist, ein anderes weitverbreitetes Spiel namens Doppelball ähnelte dem Shinny. Außerdem gab es Würfelspiele verschiedener Arten, wobei Knochen, Muscheln, Pflaumenkerne und Stäbchen als Würfel dienten, Steine "raten", Versteckspiele mit Stöckchen u.v.m.


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